Negative Glaubenssätze erkennen – Was du von deiner Familie übernommen hast, ohne es zu merken

negative Glaubenssätze

Lesezeit: ca. 18 Minuten

Glück Auf, ihr Lieben,

„Jungs müssen keine Eins in Betragen haben.“ Diesen Satz sagte einmal meine Klassenlehrerin vor über 40 Jahren zu meiner Mutter, als es um meine Schulnoten ging. Einerseits war es ein Kompliment für meine Mutter, daß ihr Junge in der Schule brav war. Doch andererseits wollte meine Lehrerin damit auch ausdrücken, daß Jungs eben auch mal aus der Reihe tanzen dürfen und sich austoben sollen.

Dieser Satz meiner Klassenlehrerin hat aber auch noch etwas anderes aufgezeigt, das ich erst viele Jahre später verstanden habe. Denn meine guten Noten in Betragen hatten einen tieferen Grund, der ursächlich gar nichts mit mir zu tun hatte. Es waren die Glaubenssätze meiner Vorfahren, die unbewußt in mir wirksam waren. Gelebte Überzeugungen, wie: „Fall bloß nicht auf.“, „Halte dich in der Öffentlichkeit zurück.“, „Bleib ja unter dem Radar“, „Laß dich bloß nicht erwischen.“.

Ich war nicht immer ein ruhiger und braver Junge, wie du jetzt vielleicht denken könntest. Ich konnte auch anders. Doch gegenüber Erwachsenen und Lehrern wußte ich mich immer als brav und zurückhaltend zu zeigen. Ich verstand es sehr gut, den braven Jungen zu spielen und meine Spuren sorgfältig zu verwischen. Negativ aufzufallen, war meine größte Angst. Damals hielt ich das einfach für meine Art. Heute weiß ich: Es war ein Muster, dem ich unbewußt folgte. Doch woher kam das?

Meine Mutter hatte sich durch eine Arbeitskollegin und späteren Freundin schon ungefähr vier oder fünf Jahre vor meiner Geburt einer Religionsgemeinschaft zugewandt. Diese Religionsgemeinschaft war seit den 1950er Jahren in der DDR verboten. Obwohl sie sich erst taufen ließ, als sie mit mir schwanger war, waren dieser Glaube und alles, was damit verbunden war, längst zu einem festen Bestandteil ihres Lebens geworden. Das war damals eine sehr mutige Entscheidung von ihr, die auch Gefahren mit sich brachte.

Denn wer dazugehörte, durfte in der Öffentlichkeit nicht darüber sprechen. Schon der Besitz bestimmter Schriften dieser Gemeinschaft war strafbar. Trotzdem gingen ihre Mitglieder, so auch meine Mutter, verdeckt von Tür zu Tür, um anderen Menschen von ihrem Glauben zu erzählen. Wer dabei erwischt wurde, dem drohten harte Konsequenzen. Meinem Vater wurde von seinem Arbeitgeber sogar einmal nahegelegt, sich von meiner Mutter wegen ihrer Religion zu trennen.

Meine Mutter lebte also über viele Jahre mit einer ständig unterschwelligen Angst, aufzufliegen. Wenn sie erwischt worden wäre, hätte das auch für sie ziemlich unangenehme Konsequenzen zur Folge gehabt. Nicht aufzufallen war für sie der einzige Weg, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Wer in der DDR groß geworden ist, hat sicher eine Vorstellung davon, welche Folgen es haben konnte, wenn die Vertreter der Staatssicherheit an die Tür geklopft haben.

Diese unterschwellige Angst und die ständige Vorsicht, die schon vor meiner Geburt ihr Leben bestimmten, habe ich sozusagen bereits mit der Muttermilch aufgesaugt. Meine Mutter hat mir nie gesagt: Fall nicht auf. Ich habe es einfach gelebt, als wäre es meine eigene Wahrheit.

Auch meine Großeltern haben in einer Zeit gelebt, in der man besser nicht offen seine Meinung sagte. Im Nationalsozialismus konnte ein falsches Wort am falschen Ort das Leben kosten. Mitschwimmen und bloß nicht den Mund aufmachen war damals die Regel, die das Überleben sicherte.

negative Glaubenssätze
Meine Großeltern mit meiner Mutter und meiner Tante. Was sie erlebt und gefühlt haben, hat auch mein Leben geprägt.

Erst durch meine Arbeit mit den Ahnenlinien habe ich erkannt, daß dieser Glaubenssatz sogar noch viel weiter zurückreicht als bis zu meinen Großeltern. Dort zeigte sich, daß er über viele Generationen in meiner Familie unbewußt weitergetragen wurde.

Und genau darum geht es in diesem Artikel: um negative Glaubenssätze, die sich wie deine eigenen Überzeugungen anfühlen, die du aber in Wahrheit von deinen Vorfahren übernommen hast, ohne es zu merken.

Was sind negative Glaubenssätze?

Negative Glaubenssätze sind tief in dir verankerte Überzeugungen, die dein Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen, oftmals ohne daß du es merkst. Manche hast du direkt von deinen Eltern oder deinem Umfeld übernommen. Andere reichen viel weiter zurück und wurden über Generationen in deiner Familie weitergegeben.

Warum sich ein negativer Glaubenssatz wie die Wahrheit anfühlt

Ein negativer Glaubenssatz ist eine tiefe Überzeugung über dich und dein Leben, die du für wahr hältst. Er ist nicht dasselbe wie eine Meinung. Eine Meinung kannst du relativ mühelos ändern, wenn du zu diesem Thema neue Informationen bekommst. Ein negativer Glaubenssatz sitzt viel tiefer. Du merkst meistens nicht einmal, daß er da ist. Er fühlt sich für dich nicht wie eine Überzeugung an, sondern so, als wäre es einfach die Wahrheit.

Auch die Psychologie bestätigt das. Wie die Psychotherapeutin Annika Haffke beschreibt, entstehen negative Glaubenssätze häufig bereits in der Kindheit und beeinflussen unser Denken und Handeln, ohne daß wir es bemerken. Doch manche dieser Glaubenssätze sind nicht erst in deiner Kindheit entstanden. Sie reichen viel weiter zurück.

Und oft verstecken sie sich in Sätzen, die du dein ganzes Leben lang für selbstverständlich gehalten hast. Zum Beispiel: „Über Geld spricht man nicht“, „Wer Gefühle zeigt, macht sich angreifbar“ oder „Sei froh mit dem, was du hast“. Vielleicht kennst du solche Sätze aus deiner Familie. Manche wurden tatsächlich immer und immer wieder ausgesprochen, bis sie sich in dir festgesetzt haben. Andere wiederum wurden nie in Worte gefaßt. Du hast sie trotzdem übernommen, weil du beobachtet hast, wie deine Eltern gelebt haben, wie sie auf bestimmte Situationen reagiert haben und worüber sie geschwiegen haben. Du mußt also keinen dieser Sätze jemals bewußt gehört haben, um nach ihm zu leben.

Was ein Familiensystem ist und wie es im Verborgenen wirkt, habe ich in meinem Artikel „Das unsichtbare Erbe in deinem Familiensystem“ beschrieben.

Wie negative Glaubenssätze über Generationen zur unsichtbaren Familienregel werden

Negative Glaubenssätze entstehen nicht aus einer Laune heraus. Die meisten von ihnen hatten zu ihrer Zeit einen Sinn. In dem Moment, in dem sie entstanden sind, waren sie keine Einschränkung, sondern genau das Richtige für diese Zeit.

Glaubenssätze, die einmal einen Sinn hatten, werden von einer Generation zur nächsten weitergereicht, ohne daß es jemand bemerkt. Und Generationen später lebst du nach genau dieser längst überholten Überzeugung und hast das Gefühl: So bin ich eben. So war ich schon immer. Ohne zu erkennen, daß dieser Glaubenssatz eine Geschichte hat, die weit über dein eigenes Leben hinausgeht.

Genau so war es auch bei mir. Meine Großeltern im Nationalsozialismus, meine Mutter mit ihrer verbotenen Religionsgemeinschaft in der DDR, ich selbst als der Junge, der nie auffallen wollte. Ich dachte, damit wäre die Spur zu Ende. Doch als ich meine eigene Mutterlinie in einer Ahnenlinienharmonisierung anschauen ließ, zeigte sich, daß der Glaubenssatz „Fall nicht auf“ und „Bleib unter dem Radar“ viel weiter zurückreichte, als ich je vermutet hätte.

Drei Generationen vor mir zeigte sich eine äußerst resolute Vorfahrin. Wer sich in ihrer Nähe zu weit vorwagte oder vorlaut war, bekam das sofort zu spüren. Ihre Tochter lernte daher sehr früh: Halte dich zurück und fall bloß nicht auf.

Noch weiter zurück, in der vierten und fünften Generation, zeigte sich etwas, das eng mit diesem Glaubenssatz zusammenhing. Da war vor allem Einsamkeit und das Gefühl, übersehen zu werden. Meine Vorfahren, die so oft die Erfahrung gemacht hatten, nicht wahrgenommen zu werden, hatten irgendwann aufgehört, sich mitzuteilen. Sie waren da, aber sie blieben still. Dieses Rückzugsmuster gaben sie unbewußt an ihre Kinder weiter.

Bei der resoluten Vorfahrin in der dritten Generation wurde dann aus dem stillen Rückzug die klare Regel: Fall bloß nicht auf und bleib ja unter dem Radar. Und diese Familienregel wurde über die Generationen weitergetragen, bis sie schließlich bei mir ankam. Doch auch das Gefühl, übersehen zu werden und sich erst gar nicht zu zeigen, war damit nicht verschwunden. Auch das kam bei mir an, wie ich später noch erfahren sollte.

Glaubenssätze entstehen, weil sie zu ihrer Zeit einen Sinn haben. Weitergegeben werden sie, weil sie sich anfühlen wie die Wahrheit.

Negative Glaubenssätze erkennen: Welchen dieser Sätze kennst du aus deiner Familie?

Negative Glaubenssätze aus deiner Familie erkennst du daran, daß sie sich für dich wie selbstverständliche Wahrheiten anfühlen. Du hinterfragst sie gar nicht erst, weil es dir vorkommt, als könnte es gar nicht anders sein. Genau das macht sie so schwer zu greifen.

Schau mal, ob dir das bekannt vorkommt:

Frag dich einmal bei einer Überzeugung, die dein Leben bestimmt: Habe ich das irgendwann selbst so entschieden oder habe ich es von meiner Familie gelernt, ohne es jemals zu hinterfragen?

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele, die dir vielleicht bekannt vorkommen:

Du denkst, du mußt alles alleine schaffen. Hilfe anzunehmen, fühlt sich für dich falsch an, fast so, als würdest du anderen damit zur Last fallen. Aber wenn du ehrlich zurückschaust: War das immer so bei dir, oder hast du in deiner Familie gelernt, daß man anderen nicht zur Last fällt?

Du hast ein seltsames Verhältnis zu Geld. Vielleicht fällt es dir schwer, einen angemessenen Preis für deine Arbeit zu verlangen. Oder du hast das Gefühl, daß Wohlstand etwas ist, das einfachen Menschen wie dir nicht zusteht. Woher kommt diese Überzeugung wirklich?

Du hörst dich innerlich sagen: Wenn es mir zu gut geht, passiert bestimmt gleich etwas Schlimmes. Als hätte Glück in deiner Familie schon immer ein Verfallsdatum gehabt. Aber ist das wirklich deine eigene Erfahrung? Oder hast du in deiner Familie gelernt, daß auf jede gute Zeit unweigerlich etwas Schlechtes folgt?

Oder du schiebst Dinge, die du dir von Herzen wünschst, immer weiter auf. Erst muß noch dies erledigt werden und dann noch das. Und wenn das erledigt ist, kommt schon das Nächste, was vorher noch unbedingt dran ist. Im Hintergrund läuft dabei ein unbewußtes Programm mit: „Ich darf das erst, wenn ich es mir verdient habe.“. Aber woher kommt dieser Gedanke? Hast du das irgendwann selbst so entschieden? Oder hast du in deiner Familie erlebt, daß man sich nie einfach so etwas Gutes gönnen durfte, ohne dafür etwas getan zu haben?

Wenn du dich beim Lesen in einem der Beispiele wiedererkannt hast, dann hast du gerade einen negativen Glaubenssatz erkannt. Vielleicht ist dir auch ein ganz anderer Satz in den Sinn gekommen, der dich geprägt hat und von dem du spürst, daß er vielleicht gar nicht dein eigener ist. Auch dann bist du auf der richtigen Spur. Und das allein ist schon viel. Denn die meisten Menschen leben ihr ganzes Leben nach solchen Sätzen, ohne sie jemals in Frage zu stellen.

Warum negative Glaubenssätze oft jahrelang unbemerkt bleiben und was sie plötzlich aktiviert

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wenn so ein negativer Glaubenssatz schon so lange in mir steckt, warum habe ich ihn dann nicht schon viel früher bemerkt? Weil negative Glaubenssätze aus deiner Familie oft jahrelang ganz still in dir schlummern.

Du lebst dein Leben und alles läuft so einigermaßen. Und solange bleibt der negative Glaubenssatz im Hintergrund. Doch dann kommt ein Moment, der ihn auf den Plan ruft. Ein Wendepunkt in deinem Leben, eine Veränderung, eine Situation, die dich herausfordert. Vielleicht willst du dich beruflich verändern, eine neue Beziehung eingehen oder dich zum ersten Mal mit etwas zeigen, das dir wirklich wichtig ist. Und genau zu diesem Zeitpunkt meldet sich der alte Glaubenssatz, so als hätte er nur auf diesen einen Moment gewartet.

Er tarnt sich natürlich und sagt nicht „Hey, hier bin ich. Ich komme übrigens von deiner Urururgroßmutter.“ Sondern er zeigt sich dir als unbehagliches Gefühl, das dich bremst, ohne daß du sagen kannst, woher es kommt. Du denkst, du hast nur Angst vor dem nächsten Schritt. Aber in Wirklichkeit ist es der Glaubenssatz deiner Vorfahren, der genau in diesem Moment aktiv geworden ist.

Warum sich negative Glaubenssätze nicht einfach wegdenken lassen

Vielleicht denkst du jetzt: Genial, ich habe den Glaubenssatz erkannt. Und jetzt formuliere ich ihn einfach um und ersetze ihn durch einen neuen Gedanken und schon ist das erledigt. Das klingt erstmal total logisch. Bei Überzeugungen, die in deinem eigenen Leben entstanden sind, kann das auch tatsächlich funktionieren. Ein gutes Coaching kann dir helfen, solche Glaubenssätze zu erkennen, zu hinterfragen und bewußt zu verändern. Und in vielen Fällen ist das auch genau der richtige Weg.

Aber wenn ein negativer Glaubenssatz nicht in deinem Leben entstanden ist, sondern Generationen vor dir in deiner Ahnenlinie, dann reichen diese Werkzeuge allein nicht aus. Du kannst den alten Satz umformulieren, positiv denken, Affirmationen sprechen und dir fest vornehmen, es ab jetzt anders zu machen. Vielleicht gelingt es dir sogar eine Weile. Du fühlst dich freier und denkst: Jetzt hab ich es geschafft.

Doch irgendwann ploppt der alte Glaubenssatz ganz unerwartet wieder auf und du fühlst dich ihm ausgeliefert. Du fragst dich: Warum kommt das immer wieder, obwohl ich doch so viel an mir gearbeitet habe? Das geschieht dann, wenn der Glaubenssatz nicht aus deinem eigenen Leben stammt. Er kommt aus deiner Ahnenlinie und sitzt so tief, daß er einen anderen Weg braucht, um wirklich gelöst zu werden.

Diesen anderen Weg biete ich dir mit der Ahnenlinienharmonisierung. Dabei gehe ich gemeinsam mit dir in deine beiden Ahnenlinien. Die Akasha Chronik ist hierbei mein wichtigstes Werkzeug. Über sie können wir Generation für Generation durch deine Ahnenlinie gehen. Dort zeigt sich unter anderem, wo ein negativer Glaubenssatz seinen Anfang genommen hat. Und genau dort kann er auch gelöst werden.

Was die Akasha Chronik ist und wie ich mit ihr arbeite, habe ich in meinem Artikel „Akasha Chronik einfach erklärt“ beschrieben.

Natürlich hat nicht jeder negative Glaubenssatz seinen Ursprung in deiner Ahnenlinie. Manche sind tatsächlich in deinem eigenen Leben entstanden und lassen sich auf anderem Weg verändern. Ob bei dir ein negativer Glaubenssatz tatsächlich aus der Ahnenlinie wirkt, finden wir in einem gemeinsamen Erstgespräch heraus. Buche dir gerne dein unverbindliches Gespräch mit mir.

Was sich verändert, wenn negative Glaubenssätze an ihrem Ursprung gelöst werden

Ich möchte dir zum Abschluß erzählen, was passiert ist, nachdem mein eigener negativer Glaubenssatz „Fall nicht auf“ und „Bleib unter dem Radar“ in meiner Ahnenlinienharmonisierung gelöst wurde.

Eine sehr gute Bekannte hat mich professionell durch diesen Prozeß geführt, denn auch ich brauche dafür eine erfahrene Begleitung. Eine Ahnenlinienharmonisierung ist nichts, was man einfach so an sich selbst machen kann, wenn man wirklich in die Tiefe gehen will.

Gleich, nachdem ich gelernt hatte, in der Akasha Chronik anderer Menschen zu lesen, habe ich damit begonnen, ganz offen über meine Arbeit zu sprechen. Erst über WhatsApp und später dann auch über Facebook bin ich mit Menschen in Kontakt gekommen. Die ersten Buchungen ließen nicht lange auf sich warten. Das fühlte sich vom ersten Moment richtig gut an. Ich habe ganz deutlich gespürt, daß ich jetzt endlich das mache, wozu ich hier bin.

Etwa vier bis fünf Monate später kam Gegenwind auf, mit dem ich nicht im Entferntesten gerechnet hatte. Und zwar ausgerechnet aus meiner eigenen Familie. Er kam also genau aus der Richtung, in der der alte Glaubenssatz seinen Ursprung hatte.

Natürlich hat mich das hart getroffen. Meine Verwandten, von denen ich mir Unterstützung erhofft hatte, haben sich gegen mich gewandt. Aber diesmal hat es nicht dazu geführt, daß ich mich wieder versteckt habe und die Arbeit mit Menschen, die mir so sehr am Herzen liegen, aufgegeben habe. Ich habe trotz allem weitergemacht. Früher hätte ich das nicht gekonnt. Ich hätte, wie so oft in meinem Leben, einfach wieder zurückgesteckt, um ja nicht weiter aufzufallen.

Eines möchte ich dabei auch noch erwähnen: Der alte Glaubenssatz ist nicht einfach verschwunden, als wäre er nie dagewesen. Ab und zu taucht er noch ganz leise im Hintergrund auf. Aber er hat seine Macht über mich verloren. Ich sehe ihn und laß ihn einfach weiterziehen. Er bestimmt heute nicht mehr meine Entscheidungen.

Aus mir ist deshalb aber auch kein Selbstdarsteller geworden, der sich bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund drängt. Das wäre auch gar nicht mein Weg. Aber mein Herz rast nicht mehr, wenn ich vor Menschen über meine Arbeit spreche. Meine Hände werden nicht mehr feucht, wenn ich auf „Veröffentlichen“ drücke. Und ich liege nachts nicht mehr wach und denke darüber nach, ob ich doch lieber wieder einen Rückzieher machen sollte.

Und noch etwas hat sich verändert. In der vierten und fünften Generation meiner Mutterlinie hatte sich ja auch etwas gezeigt, das noch tiefer saß als die Angst aufzufallen. Nämlich das Gefühl, übersehen oder gar nicht gesehen und wahrgenommen zu werden. Auch das war lange Zeit in mir fest verankert. Es war dieses stets unterschwellige Gefühl: Es hört mir ja sowieso keiner zu. Wozu sollte ich denn dann überhaupt über meine Arbeit sprechen? Heute werde ich gesehen und wahrgenommen, und Menschen, die genau das suchen, was ich anbiete, finden ihren Weg zu mir. Und genau das passiert, wenn ein Glaubenssatz, der Generationen lang gewirkt hat, seine Kraft verliert.

Vielleicht hast du beim Lesen einen Glaubenssatz erkannt, der dich in einem wichtigen Bereich deines Lebens immer wieder zurückhält. Auch wenn er aus deiner Ahnenlinie stammt, kann er gelöst werden. Und dann wird es leichter.

Negative Glaubenssätze aus deiner Ahnenlinie lassen sich nicht wegdenken. Aber sie lassen sich dort, wo sie entstanden sind, an ihrer Wurzel lösen.

Wenn du beim Lesen einen Glaubenssatz in dir entdeckt hast, der vielleicht gar nicht dein eigener ist, dann ist das bereits der erste Schritt. Den zweiten Schritt kannst du mit mir gehen, wenn du bereit dafür bist. Auf meiner Seite zur Ahnenlinienharmonisierung zeige ich dir, wie eine Begleitung bei mir aussieht und wie wir gemeinsam herausfinden, was in deiner Ahnenlinie wirkt. Du kannst mich auch gerne anschreiben, und ich erzähle dir, wie Ahnenlinienharmonisierungen bei mir aussehen.

Abonniere auch gern meinen Newsletter für zusätzliche Gedanken und Impulse von mir. So verpaßt du auch keinen der neu erscheinenden Blogartikel.

Vielleicht ist dir beim Lesen ein Glaubenssatz begegnet, der aus deiner Familie stammt und von dem du bisher dachtest, er gehört einfach zu dir. Wenn du magst, schreib ihn in die Kommentare. Allein das Erkennen eines Glaubenssatzes kann schon etwas in dir bewegen. Denn was du benennen kannst, dem kannst du dich auch stellen.

Liebe Grüße, Mirko

Häufig gestellte Fragen zu negativen Glaubenssätzen


Können negative Glaubenssätze vererbt werden?

Ja, negative Glaubenssätze können über Generationen in einer Familie weitergegeben werden. Das geschieht oft unbewußt, nicht durch Worte, sondern durch Verhaltensweisen, Familienregeln und Überzeugungen, die vorgelebt werden. Manche Glaubenssätze überspringen sogar eine oder zwei Generationen, bevor sie wieder aktiv werden.

Wie erkenne ich, ob ein negativer Glaubenssatz aus meiner Familie kommt?

Ein Hinweis ist, wenn eine Überzeugung sich für dich wie eine selbstverständliche Wahrheit anfühlt, du sie aber nie bewußt gewählt hast. Frag dich: Habe ich das in meinem Leben selbst erfahren oder habe ich es von meiner Familie gelernt, ohne es je zu hinterfragen?

Was ist der Unterschied zwischen einem negativen Glaubenssatz und einem vererbten Trauma?

Vererbte Traumata werden weitergegeben, weil sie nicht verarbeitet werden konnten. Negative Glaubenssätze hingegen werden weitergegeben, weil sie einmal als Überlebensstrategie gebraucht wurden. Beide können über Generationen in einer Familie wirken und dir das Leben schwer machen.

Mehr zum Thema vererbte Traumata findest du in meinem Artikel „Vererbte Traumata: Was deine Eltern selbst nicht wußten“

Was ist eine Ahnenlinienharmonisierung?

Bei einer Ahnenlinienharmonisierung wird mithilfe der Akasha Chronik Generation für Generation durch die Ahnenlinie gegangen. Dort zeigt sich unter anderem, wo belastende Muster oder negative Glaubenssätze ihren Ursprung haben, und genau dort können sie gelöst werden.


Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert